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Erfolg schon bei der Premiere des Kurses an der MSD: die Ölflasche „Diskus“ von Markus Brock. (Computerrendering: Markus Brock)

Direkt auf den Markt: „Diskus“, „Audrey“ und Co.

Wenn ein Entwurf über die Auszeichnung zur Produktion gelangt, so ist dies für viele Designagenturen ein perfekter Prozess. Diese Erfahrung durften bei uns auch schon viele Studierende machen, wie etwa …



Daniel Hagemeier ist Dozent an der MSB, der Münster School of Business. Aber auch überzeugter Gründer: Der Absolvent der FH Münster hat bereits drei Start-ups erfolgreich aufgebaut. (Foto: privat)

Die Wissenschaft anwenden: Daniel Hagemeier ist FH-Alumnus, IT-Experte – und erfolgreicher Gründer

Daniel Hagemeier kann es im Telefoninterview selbst kaum fassen, wie schnell die Zeit seit 2004 vergangen ist. Aber er war auch seither schwer beschäftigt: Der FH-Alumnus und heutige Dozent an der Münster …




Die erste Station für Nina Ebbers in der Ausbildung bei uns: die TAFH Münster GmbH. (Foto: Anne Holtkötter)

Wir bilden für uns aus – und für Europa

Unsere Hochschule ist auch ein „Ausbildungsbetrieb“. Das wird oft vergessen, weil natürlich die Studierenden die Hauptrolle spielen und Lehre und Forschung im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses …




Der Fachbereich Chemieingenieurwesen mit Vorreiterrolle: Prof. Dr. Ute von Lojewski, damals noch Prorektorin für Lehre, Studium und Studienreform, übergibt im Januar 2004 die Akkreditierungsurkunde für den Studiengang Chemical Engineering an den damaligen Dekan des Chemieingenieurwesens, Prof. Dr. Volkmar Jordan, und Prodekan Prof. Dr. Michael Bredol (v.l.). (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Steinfurt wurde international: Prof. Dr. Bredol über die Anfänge des Chemical Engineering

Einen international verankerten Masterabschluss im Chemieingenieurwesen – dies ermöglicht der Studiengang Chemical Engineering auf dem Steinfurter Campus an unserer Hochschule. Prof. Dr. Michael Bredol …




Legendär: Im Mai 1981 überreichten FH-Rektor Prof. Martin Korda (l.) und FH-Kanzler Hans Michatsch (r.) dem NRW-Minister für Wissenschaft und Forschung, Hans Schwier, den Sparstuhl – eine Reaktion auf den Appell des Bundeskanzlers Helmut Schmidt an die Hochschulen, „mehr betriebswirtschaftliche Phantasie zu zeigen“. (Foto: FH Münster/Archiv der Pressestelle)

„Materialsammlungen wie im Museum“

Prof. Martin Korda war der vierte Rektor unserer Hochschule, in seine Amtszeit 1980 bis 1984 fiel der Umzug der Hochschulleitung und Verwaltung in die Hüfferstiftung. Der 83-Jährige erinnert sich gern …




Steinfurt pflegt gute Beziehungen nach Polen

Austausch ist wichtig für die Wissenschaft. Das bestätigt besonders Prof. Dr. Horst Altenburg: Er hat die Kooperationen zwischen dem Fachbereich Chemieingenieurwesen auf unserem Steinfurter Campus und polnischen Universitäten maßgeblich geprägt. Von der Zusammenarbeit profitieren Hochschulen und Studierende noch heute.

 

Prof. Dr. Horst Altenburg hat die Kooperationen zwischen unserem Fachbereich Chemieingenieurwesen und polnischen Universitäten maßgeblich geprägt. (Foto: Frederik Tebbe)

Der emeritierte Professor Dr. Horst Altenburg erinnert sich gut: „Eines Tages stand der junge polnische Student Krzysztof Pielichowski in meinem Büro in Steinfurt. Er hat für ein Jahr Arbeit gesucht, und da war er bei mir richtig.“ Pielichowskis Vater lehrte zu der Zeit an der Politechnika Universität in Krakau, sein Sohn kam bei Altenburg im Fachbereich Chemieingenieurwesen an unserer Hochschule unter. Und das war, so der Experte für Supraleitungen, Keramik und Kristalle, der Startschuss für die Kooperationen zwischen unserem Fachbereich, der Politechnika und schließlich auch der Berg- und Hüttenakademie in Krakau (AGH University of Science and Technology), die nun schon seit Anfang der 1990er Jahre bestehen. 

Viele Forschungsprojekte, regelmäßiger Austausch und später auch die Möglichkeit eines Doppelabschlusses kamen so zustande. Altenburg nennt als Beispiel das Internationale Keramik-Symposium, das er 1996 in Steinfurt leitete – und bei dem auch Vortragende aus Polen, der Slowakei oder den Niederlanden teilgenommen hatten. Der Fachbereich intensivierte die Zusammenarbeit mit den polnischen Universitäten zunehmend, und sie spielt auch heute weiterhin eine Rolle: In den Masterstudiengängen Chemical Engineering oder Materials Science and Engineering etwa gibt es die Möglichkeit einer Doppelgraduierung. 

Die Zusammenarbeit trägt Früchte. Da hat es schon beinahe Signalwirkung, dass der erste Absolvent in Materials Science and Engineering polnischer Herkunft ist und an unserer Hochschule den Doppelabschluss gemacht hat: Dominik Fraś legte sein Kolloquium Ende September 2020 ab. Zwei Semester des interdisziplinären Studiengangs verbrachte er in Steinfurt, die anderen beiden an der AGH University of Science and Technology in Krakau. Von der internationalen Kooperation profitiert der Absolvent wiederum nach dem Studium: Denn seit seinem Abschluss arbeitet er als Technical Support Engineer bei einem Telekommunikationsunternehmen in Krakau, der Kontakt zu deutsch- und englischsprachigen Kunden hält. „Das ist perfekt für mich“, freut er sich. „Da macht sich die Verschränkung kultureller Hintergründe im Studiengang bezahlt“, findet auch Prof. Dr. Michael Bredol, der Fraś geprüft hatte.

Dass die Wissenschaft über Ländergrenzen hinaus verbindet, das kann Altenburg bestätigen. Auch heute noch hält der 83-Jährige den Kontakt zu seinem einstigen Schützling Pielichowski, der inzwischen selbst als Professor in Krakau lehrt und Karriere gemacht hat. „Hin und wieder schreiben wir uns, zum Beispiel zu Weihnachten.“ 

Von Frederik Tebbe

Unser Fachbereich Chemieingenieurwesen CIW


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