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April 1982: Die Diplomanden des Fachbereichs Elektrotechnik Helmut Holtkamp und Leonhard Jiresch entwickeln ein Rollstuhl-Trainingsgerät für Schwerbehinderte, mit dem man Rollstuhlfahren auf kleinstem Raum lernen kann. „Damals mussten Behinderte in einer Turnhalle den Umgang mit dem elektrischen Rollstuhl lernen“, erinnert sich Helmut Holtkamp. „Es gab dann die Idee, dass man dafür doch auch einen Simulator entwickeln könnten und das haben wir dann gemacht.“ Das Gestell für den Rollstuhl bekamen die beiden

Diplomarbeit ermöglichte digitales Rollstuhltraining

April 1982: Die Diplomanden des Fachbereichs Elektrotechnik Helmut Holtkamp und Leonhard Jiresch entwickeln ein Rollstuhl-Trainingsgerät für Menschen mit Schwerbehinderung, mit dem man Rollstuhlfahren …



1977: Kurz nach den Anfängen unserer Hochschule sah es im Labor für Regelungstechnik und Prozesslenkung so aus. (Foto: Kiepker-Balzer)

Labortechnik im Wandel der Zeit

So groß wie ein Schrank und ausgestattet mit einer Rechenleistung vergleichbar mit der eines heutigen Taschenrechners – als Mitte der 1970er ein Prozessrechner in das Labor für Regelungstechnik und …




Die Preisträger der Seifriz-Preise 2018 (v.l.): Marco Krückemeier, Christopher Kreft (Deutsche Sporthochschule Köln), Prof. Dr. Klaus Baalmann (FH Münster), Hubertus Haking, Frank Brormann und Prof. Dr. Jürgen Peterseim (FH Münster). (Foto: KD Busch/BWHT)

Handwerk trifft Wissenschaft: Seifriz-Preis

Wenn Hochschule und Handwerk gemeinsame Sache machen, kommt dabei etwas richtig Gutes raus. Und manchmal gibt es dafür sogar Preise – wie zum Beispiel 2007 für Prof. Dr. Klaus Baalmann.




Dr. Ulrike Blanc kennt die Allianz für Wissenschaft wie ihre Westentasche.

Eine „personifizierte Schnittstelle“ im Namen der Wissenschaft

„Wenn ich mich an meine Zeit an der FH Münster zurückerinnere, dann denke ich vor allem an ehemalige Kolleg*innen, zu denen ich jetzt auch immer mal wieder Kontakt habe und an eine turbulente Zeit …




Steinfurt pflegt gute Beziehungen nach Polen

Austausch ist wichtig für die Wissenschaft. Das bestätigt besonders Prof. Dr. Horst Altenburg: Er hat die Kooperationen zwischen dem Fachbereich Chemieingenieurwesen auf unserem Steinfurter Campus und polnischen Universitäten maßgeblich geprägt. Von der Zusammenarbeit profitieren Hochschulen und Studierende noch heute.

 

Prof. Dr. Horst Altenburg hat die Kooperationen zwischen unserem Fachbereich Chemieingenieurwesen und polnischen Universitäten maßgeblich geprägt. (Foto: Frederik Tebbe)

Der emeritierte Professor Dr. Horst Altenburg erinnert sich gut: „Eines Tages stand der junge polnische Student Krzysztof Pielichowski in meinem Büro in Steinfurt. Er hat für ein Jahr Arbeit gesucht, und da war er bei mir richtig.“ Pielichowskis Vater lehrte zu der Zeit an der Politechnika Universität in Krakau, sein Sohn kam bei Altenburg im Fachbereich Chemieingenieurwesen an unserer Hochschule unter. Und das war, so der Experte für Supraleitungen, Keramik und Kristalle, der Startschuss für die Kooperationen zwischen unserem Fachbereich, der Politechnika und schließlich auch der Berg- und Hüttenakademie in Krakau (AGH University of Science and Technology), die nun schon seit Anfang der 1990er Jahre bestehen. 

Viele Forschungsprojekte, regelmäßiger Austausch und später auch die Möglichkeit eines Doppelabschlusses kamen so zustande. Altenburg nennt als Beispiel das Internationale Keramik-Symposium, das er 1996 in Steinfurt leitete – und bei dem auch Vortragende aus Polen, der Slowakei oder den Niederlanden teilgenommen hatten. Der Fachbereich intensivierte die Zusammenarbeit mit den polnischen Universitäten zunehmend, und sie spielt auch heute weiterhin eine Rolle: In den Masterstudiengängen Chemical Engineering oder Materials Science and Engineering etwa gibt es die Möglichkeit einer Doppelgraduierung. 

Die Zusammenarbeit trägt Früchte. Da hat es schon beinahe Signalwirkung, dass der erste Absolvent in Materials Science and Engineering polnischer Herkunft ist und an unserer Hochschule den Doppelabschluss gemacht hat: Dominik Fraś legte sein Kolloquium Ende September 2020 ab. Zwei Semester des interdisziplinären Studiengangs verbrachte er in Steinfurt, die anderen beiden an der AGH University of Science and Technology in Krakau. Von der internationalen Kooperation profitiert der Absolvent wiederum nach dem Studium: Denn seit seinem Abschluss arbeitet er als Technical Support Engineer bei einem Telekommunikationsunternehmen in Krakau, der Kontakt zu deutsch- und englischsprachigen Kunden hält. „Das ist perfekt für mich“, freut er sich. „Da macht sich die Verschränkung kultureller Hintergründe im Studiengang bezahlt“, findet auch Prof. Dr. Michael Bredol, der Fraś geprüft hatte.

Dass die Wissenschaft über Ländergrenzen hinaus verbindet, das kann Altenburg bestätigen. Auch heute noch hält der 83-Jährige den Kontakt zu seinem einstigen Schützling Pielichowski, der inzwischen selbst als Professor in Krakau lehrt und Karriere gemacht hat. „Hin und wieder schreiben wir uns, zum Beispiel zu Weihnachten.“ 

Von Frederik Tebbe

Unser Fachbereich Chemieingenieurwesen CIW


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