Nach 20 Jahren wieder „Ersti“: Prof. Dr. Stephanie Möller an Fachbereich Energie - Gebäude - Umwelt berufen

Mit Prof. Dr. Stephanie Möller beruft unsere Hochschule eine Expertin für grünen Wasserstoff an den Fachbereich Energie – Gebäude – Umwelt.

„Auch diesen Karriereschritt an der FH Münster zu realisieren, das wäre schon toll.“: Mit diesem Zitat von Dr. Stephanie Möller zum Wunsch einer künftigen Professur endet ein Artikel, den die Pressestelle unserer Hochschule 2017 über die damalige Nachwuchsprofessorin verfasst hat. Der Aufhänger zu der Zeit: Möller arbeitete ursprünglich als Volontärin in der Pressestelle – absolvierte also die Ausbildung zur Redakteurin – und schrieb über das Geschehen an der FH Münster. Das begeisterte sie dann so sehr, dass sie es auch selbst als Wissenschaftlerin aktiv mitgestalten wollte. Also begann sie 2003 das Studium am Fachbereich Chemieingenieurwesen, ging als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Lehre und Forschung, promovierte und arbeitete als Nachwuchsprofessorin mit je einer halben Stelle an der Hochschule und in der Industrie. Den nächsten Karriereschritt 20 Jahre später geht sie, wie erhofft, auch bei uns: Zum aktuellen Wintersemester beruft die Hochschule sie zur Professorin für regenerative Energien mit dem Schwerpunkt grüner Wasserstoff an den Fachbereich Energie – Gebäude – Umwelt.

Die Nachwuchsprofessur beendete sie 2020 – und zeichnet seitdem für das umfangreiche Forschungsprojekt Elefact mitverantwortlich. Darin arbeitet unsere Hochschule mit dem Saerbecker Unternehmen Enapter zusammen, um den Herstellungsprozess von Elektrolyseuren zu industrialisieren. Eine Fabrik soll künftig in großem Maßstab die Geräte anfertigen, die aus erneuerbarem Strom grünen Wasserstoff produzieren. „Ich arbeite natürlich inhaltlich daran mit und kümmere mich darüber hinaus um die Organisation der Kooperation von sieben Kolleginnen und Kollegen aus jetzt vier Fachbereichen“, sagt Möller. „Die Frage, wie man nachhaltig Wasserstoff gewinnt und wie man ihn im Anschluss einsetzt, finde ich äußerst spannend und entscheidend für die Zukunft.“

Neben Elefact ist die Materialwissenschaftlerin unter anderem am Forschungsprojekt BLUEREA beteiligt. Dort untersucht sie gemeinsam mit Prof. Dr. Thomas Jüstel und Prof. Dr. Evgeny Gurevich, wie mithilfe von blauer Laserstrahlung und einem geeigneten Photokatalysator aus Wasserstoff und Stickstoff Ammoniak gewonnen werden kann. „Sofern der dafür verwendete Wasserstoff grün ist, also aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, wäre dies ein nachhaltiges Verfahren zur Ammoniakproduktion.“ Ammoniak wiederum wird als Düngemittel verwendet und ist für die Ernährung der Weltbevölkerung unerlässlich.

In der Lehre – Erfahrung sammelte Möller hier bereits an verschiedenen Fachbereichen und unterrichtete unter anderem die Grundlagen der Chemie sowie wissenschaftliches Schreiben – möchte die neuberufene Professorin das Interesse an den Naturwissenschaften wecken und zeigen, dass sich das Studium lohnt. „Ich freue mich, dass wir im Herbst 2024 das Orientierungsstudium auf dem Technologie-Campus Steinfurt einführen werden, um Studieninteressierte in zwei Semestern für die vielen Möglichkeiten der Ingenieur- und Naturwissenschaften zu begeistern, bevor sie sich für einen Fachbereich entscheiden", so Möller. „Im Ingenieursstudium stecken große Chancen für die Zukunft, das will ich den Studierenden vermitteln.“

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