Designobjekte aus Produktionsresten beim „budenzauber“

Wie lassen sich aus Material- und Produktionsresten neue, funktionale und wertige Designobjekte schaffen? Bachelorstudierende unseres Fachbereichs Design liefern die Antwort darauf und bieten ihre Produkte am 2. Dezember im Einrichtungshaus Ventana in Münster zum Verkauf an.

Wie man unbeachteten Ressourcen neues Leben einhaucht, stellen am ersten Dezemberwochenende 25 Studierende des Fachbereichs Design unserer Hochschule, der Münster School of Design (MSD), unter Beweis. Unter dem Label „budenzauber“ präsentieren sie ihre Ergebnisse aus dem gleichnamigen Seminar unter der Leitung von Prof. Steffen Schulz und bieten sie am ersten Adventssamstag (2. Dezember) von 10 bis 19 Uhr im Einrichtungshaus Ventana in der Stubengasse 22 zum Verkauf an.

Wer Interesse hat, muss schnell sein, denn auf den Markt gebracht werden lediglich Kleinserien. So sind von den insgesamt sieben Produkten jeweils nur etwa 25 Exemplare erhältlich.

„Angetrieben durch den Erfolg des letzten Jahres und die anhaltende gesellschaftliche Relevanz knüpfen wir an das Thema des letzten ‚budenzauber‘ an“, kommentiert Prof. Schulz das diesjährige Motto ‚reshaping materials‘. Was man sich darunter vorstellen kann? „Aus regionalen Unternehmen und der Industrie wurden Materialreste aus ihrem ursprünglichen Kontext genommen, in neue Produkte überführt und von den Studierenden in den MSD-Werkstätten realisiert, ohne den jeweiligen ursprünglichen Bezug aus den Augen zu verlieren“, erklärt Prof. Schulz die Aufgabenstellung seines Seminars aus dem Studienschwerpunkt Produktdesign. Die Studierenden sollen die Welt der Materialien aus einer anderen Perspektive betrachten und alles zur Verfügung stehende nicht per se entwerten. So haben zum Beispiel Johannes Benedix, Sophie Kothé, Rebecca Noll und Margo Rindle Dachziegel, die schon etwa 100 bis 150 Jahre im Münsterland für Schutz vor den Elementen sorgten, zu einzigartigen Tellern aufgewertet. „Dabei erhalten wir die ursprüngliche Form und Textur, die die Herkunft be- und greifbar machen“, beschreiben die Studierenden ihr Produkt. Jedes Stück erzähle eine eigene Geschichte, zeige Spuren der Vergangenheit und besitze einen eigenen Charakter, was sie zu wahren Unikaten mache. Die Kollektion umfasst Sets von drei Tellern und Einzelstücke aus beschädigten Ziegeln, die sich für besondere Anlässe eignen, aber auch im Alltag als zentrales Arrangement den Tisch decken. Dass mehrere Verwendungszwecke möglich sind, haben alle Produkte gemeinsam. Die Feuerwehrschläuche, mit denen sich ein Team auseinandergesetzt hat, können zum Beispiel als Aufbewahrung für Wäsche, als Sitz oder zum Tragen von Dingen verwendet werden.  

„Sobald man den Wert der Ressourcen anerkennt, entstehen überraschende Produkte, die die herkömmlichen Vorstellungen von Recycling aufbrechen“, erklärt Schulz die Idee zu seinem Seminarmotto. „budenzauber 12“ möchte damit erneut ein Zeichen der Wertschätzung für vermeintlich unnütze Materialien aus dem lokalen Handel und der Industrie setzen. Die zu kaufenden Produkte bestehen aus Resten, die andernfalls auf dem Müll oder direkt im Recycling gelandet wären.

Den Studierendenteams blieben insgesamt neun Wochen Bearbeitungszeit, um ihre Produktideen zu realisieren, das jährlich neu zu interpretierende Erscheinungsbild des Labels zu erarbeiten und das Event am Verkaufstag im Einrichtungshaus Ventana zu gestalten. Das gesamte Team freut sich, dass die Röstbar auch in diesem Jahr als treuer Kooperationspartner zur Seite steht.

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